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Auch in unserer Heimatstadt Northeim wurden Menschen Opfer der nationalsozialistischen Gewalt. Menschen, denen aufgrund ihrer jüdischen Religionszugehörigkeit oder weil sie psychisch krank waren, das Lebensrecht abgesprochen wurde. Diese besuchten alle eine der beiden Vorgängerschulen unserer Schule, des Gymnasiums Corvinianum Northeim.Da es Familiengeschichten sind, beziehen wir der Vollständigkeit halber teilweise die Schicksale überlebender Verwandter (Hans Jacobs und Lucie Stern) in unser Projekt mit ein.

Aufgrund der Tatsache, dass wir uns Einzelschicksale herausgesucht haben, können wir natürlich nur indirekt das Schicksal der großen Masse an Opfern des NS-Regimes widerspiegeln. Jedoch war es auch nicht unser Ziel, das Schicksal einer Durchschnittsperson zu betrachten, sondern Einzelpersonen zu berücksichtigen, die mit unserer Schule verbunden werden können und die in keiner Statistik auftauchen. Dafür hat sich das Projekt DenkT@g sehr gut angeboten.

Wir haben uns als Leitthema mit „Schmähungen-Verfolgung-Tod. Schicksale ehemaliger Corvinianer“ beschäftigt, aber auch davon abweichend mit den in Northeim verlegten Stolpersteinen befasst. Darüber hinaus finden  die nationalsozialistischen Krankenmorde Berücksichtigung, da sie ebenfalls in den Kontext der Rassenideologie gehören und ihnen einer unserer Absolventen zum Opfer fiel.  In diesem Zusammenhang ist es uns gelungen, während der Projektlaufzeit auf dem Northeimer Friedhof eine  Erinnerungstafel für insgesamt vier Northeimer Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde zu realisieren. Die Veranstaltung der Übergabe dokumentieren wir am Schluss.

Vorher veranschaulichen wir .die Schulwege von drei der ehemaligen Corvinianer  und Richenzinnen anhand einer Prezi-Präsentation und geben dabei Einblicke in das historische Northeim der ersten Hälfte das 20. Jahrhunderts.