Dachauer Todesmarsch


DACHAUER TODESMARSCH

6.887 Häftlinge (darunter 1524 Juden) marschierten am 26. April 1945 ab ca. 21.00 Uhr aus dem Konzentrationslager Dachau in Richtung Süden (Alpen). Der Marsch (darunter befanden sich auch Frauen und Kinder) ging als „Dachauer Todesmarsch“ in die Geschichte ein.

Streckenverlauf des „Dachauer Todesmarsches“ (Skizze©Haas 2018)

Die Gefangenen setzten sich zusammen: 

– aus den „Reichsdeutschen“ und den „Russen“ des Hauptlagers Dachau;

– aus den Häftlingen der Lager Ausschwitz, Buchenwald und Flossenbürg (Siehe Zeitzeuge Justin Sonder);

– und aus den Häftlingen der Außenlager Natzweiler (= „Hessentaler Todesmarsch“: (Siehe Neunheimer Zeitzeugen) und Landsberg/Kaufering (Siehe Zeitzeuge Abba Naor).

Weitere Häftlinge stießen in Allach (ca. 2000 Allacher Zwangsarbeiter),  Pasing (1200 Türkheimer Gefangene) und Wolfratshausen (200 Häftlinge aus dem Dachauer Bahntransport) hinzu.

Der Grund des Todesmarsches war das Anrücken der Amerikaner im April 1945, die damit das Ende des Zweiten Weltkrieges absehbar machten.

Von den ca. 12000 Häftlingen des Dachauer Todesmarsches überlebten ca. 8000 (5000 in Beuerberg und ca. 3000 in Waakirchen).

Viele der Häftlinge starben auf dem Todesmarsch an Erschöpfung und Krankheit, oder wurden von den SS-Wachen brutal erschossen bzw. erschlagen und am Straßenrand liegen gelassen oder notdürftig verscharrt.