Münchner Umland

Nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in weiter außen gelegenen Vierteln der Stadt weitete sich der NS aus, das hier anhand einiger ausgewählter Beispiele verdeutlicht werden soll.

Beginnend mit der Ehrenbürgstr. 9 in Neu-Aubing, in der ein ehemaliges NS-Zwangsarbeitslager für mehrere Hundert Insassen errichtet wurde, stellen diese Gebäude Überbleibsel der früher über 400 Lagern mitten in München dar. Die Zwangsarbeit war in München allgegenwärtig, da sich viele Lager in unmittelbarer Nähe zu belebten Orten befanden. (Böse Bauten)

Ein Konzentrationslager errichtete man ebenfalls im Umkreis Münchens bei Dachau. Anfangs noch für politische Gefangene eröffnet, wurden kurz nach Verabschiedung der Nürnberger Gesetze auch Minderheiten eingeliefert. Nach der Ernennung Himmlers zum Chef der Polizei und dem Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes wurden zunehmend auch Juden inhaftiert. Während sich der Bau Stück für Stück erweiterte und der Kriegseintritt vonstatten ging, wurden zunehmend Verbrechen gegen die Menschlichkeit dort durchgeführt, denen zig Zehntausende Menschen – überwiegend Juden –  bis zur Befreiung des Lagers 1945 zum Opfer fielen. (KZ Dachau)