Folgen der Weltwirtschaftskrise

Nationale Selbstbestimmung nach der Weltwirtschaftskrise 1929

Die neue Legalitätstaktik wurde mit großen Bemühungen zur nächsten Wahl 1928 umgesetzt. Bei der landesweiten Wahlwerbung für die NSDAP wirkten sämtliche Akteure mit. Hitler inszenierte sich je nach Veranstaltung als Vertreter der Arbeiterschaft, der Reichswehr oder der gehobenen, konservativen Schichten mit einer klaren Botschaft: Finanzielle Selbstbestimmung, das Ende des Versailler Vertrags und der damit verbundenen Reparationszahlungen für eine langwährende, wirtschaftliche Entwicklung. Das Ergebnis der Wahlen war enttäuschend, nur in Teilen Bayerns überdurchschnittlich. (ZDF)(Paul Hoser)(Arnulf Scriba)

Doch Gehör finden sollten diese Worte erst nach Einsetzen der Weltwirtschaftskrise. Diese stellte das Ende der goldenen Zwanziger Jahre dar. Die amerikanischen Kreditinstitute führten infolge der Rezession schlagartig ihre den Deutschen gewährte Kredite zurück, die wiederum erneut an Massenarbeitslosigkeit litten. Dies führte zu erhöhter Bereitschaft für radikalen Lösungen innerhalb der Bevölkerung. Das ermöglichte den Nationalsozialisten ihre Parolen zu verbreiten und im gesamten Reich an Popularität zu gewinnen. Trotz etwaiger Auflagen und Verbote seitens der Regierung nutzten die Nationalsozialisten ihre politischen Rechte, um sich der Judikative zu entziehen. (ZDF)(Paul Hoser)

Diese Entwicklung sollte sich in den 30er Jahren fortsetzen.