Tendenzen im Osten

Der starke Kern in Ostdeutschland

Betrachtet man die Bundestagswahl 2017, so ist ein sehr starker AfD-Trend in Ostdeutschland zu verzeichnen (siehe Grafik 5).

Grafik 5:

In Sachsen war die AfD bereits bei der Bundestagswahl 2017 die stärkste Kraft, sie lag mit 27% Prozent, genau 0,1% vor der CDU (siehe Grafik 6).

Grafik 6:

Es ist auch kein Zufall, dass die meisten Demonstrationen gegen die Aufnahme von Ausländern in Ostdeutschland stattfinden. In Chemnitz wählten 24,3% der Bürger die AfD, damit landete die AfD in Chemnitz nur 0,6% hinter der CDU. Der Fremdenhass im Osten ist defintiv am größten, obwohl hier am wenigsten Ausländer leben (Grafik 7).

Grafik 7:

Die Menschen in Ostdeutschland haben Angst vor dem Fremden. Die Angst davor, dass sie ihre Existenz verlieren, dass ihr aufgebautes Leben durch Migranten zerstört werden könnte. Und genau diese Angst und dieser Hass haben erhebliche Auswirkungen auf das politische Bild im Osten. Die Menschen fühlen sich alleine gelassen mit ihren Ängsten, da die Bundesregierung ihrer Meinung nach nicht handelt.  Es wird nach Ansicht vieler im Osten lebender Menschen nichts getan und das treibt die Menschen auch auf die Straße. Die großen Parteien haben es in der Hand, sie müssten handeln, um die Leute im Osten zu besänftigen. Bisher ist dieses Unterfangen eher wenig erfolgreich, warum das so ist werde ich später noch einmal erläutern. Die nächsten Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen werden noch einmal spannend. Dort wird sich zeigen, ob es den großen Parteien  gelingt, Erfolge gegenüber der AfD zu erzielen. Aber die derzeitige Lage ist sehr desolat, aktuelle Umfragen zu den Landtagswahlen 2019 zeigen, dass die AfD nur knapp hinter der CDU liegt (Grafik 8).

Grafik 8:

Es könnte sehr gut sein, dass die AfD die stärkste Kraft im Sächsischen Landtag wird, auch in Brandenburg wird es sehr eng. Mit einem Sieg bei diesen beiden Landtagswahlen könnte ein Grundstein für weitere Erfolge der AfD bei der Bundestagswahl 2021 gelegt werden.

Damit ist meine Leitfrage schon beantwortet, wenn es so weiter geht, wird Chemnitz nur der Anfang gewesen sein. Wenn anstelle von Wasser weiterhin Spiritus verwendet wird, ist es unmöglich den Rechtspopulistischen Krisenherd zu löschen. Doch damit Chemnitz nur ein Ausnahmefall bleibt, muss sich vieles ändern in Deutschland.

Warum der Osten so denkt und die Fehler im Umgang mit dem Osten werde ich im Verlaufe des Projektes noch erläutern.