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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im Rahmen eines Projektkurses „Nie wieder Auschwitz – Erinnern gegen das Vergessen“ besuchte ich die Stadt Krakau, in der wir uns mit der jüdischen Geschichte beschäftigten.

Der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und die damit verbundenen tiefgreifenden Eindrücke ließen in mir die Frage aufkommen, wie man die Erinnerung an diese Ereignisse so transportieren kann, dass sie möglichst viele Menschen erreichen und die Konsequenzen daraus für unsere heutige Gesellschaft von vielen verstanden werden können. Deshalb entstand für meine Projektarbeit die Idee, mich mit der Erinnerungskultur in Warendorf zu befassen und zu erarbeiten, wie sie von Bürgern wahrgenommen wird.

Da mich die Äußerungen der AfD und ihr Wahlerfolg sehr schockiert haben und ich zufällig auf eine Rede von Björn Höcke stieß, die das Thema Erinnerungskultur aufgriff, stellte ich mir die Frage, ob das aktuelle politische Klima unsere Erinnerungskultur beeinflusst.

Außerdem war es mir wichtig darzustellen, wie eine gut funktionierende Erinnerungskultur dem Rechtspopulismus in Deutschland entgegenwirken kann.

Reden und Debatten im Bundestag, aber auch immer wieder Meldungen über rassistische Äußerungen der AfD zeigten immer wieder auf, wie aktuell, aber auch wie wichtig die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist.

Ich habe versucht, die Warendorfer Erinnerungskultur exemplarisch darzustellen und ihre Wahrnehmung in der Bevölkerung zu überprüfen, mit dem Ziel, daraus künftige Möglichkeiten abzuleiten und die Notwendigkeit einer Gestaltung der Erinnerungskultur zu begründen.

Es gab so viele Informationen, dass ich mich immer wieder beschränken musste. Durch die Umfrage gab es gerade bei den Umfrageteilnehmern  ein reges Interesse an meiner Arbeit, dass mich sehr gefreut hat.

Ich hoffe, dass die Veröffentlichung im Rahmen des Denktag-Wettbewerbs viele Menschen zur Auseinandersetzung mit diesem Thema, vielleicht auch am eigenen Wohnort, animiert.

Antonia Köpke