Alter und Neuer Jüdischer Friedhof

Beim Alten und Neuen Jüdischen Friedhof handelt es sich um Baudenkmale.

Der Alte Jüdische Friedhof liegt am Bentheimer Turm in der Nähe des Klosters. Auf ihm sind drei Grabsteine erhalten und er ist wie der Neue Jüdische Friedhof als Baudenkmal eingetragen. Eine Bronzetafel am Bentheimer Turm weist seit Oktober 1995 auf das Baudenkmal hin.

1823 beendete man die Beisetzungen auf dem alten Friedhof und setzte sie auf dem Neuen Jüdischen Friedhof an der heutigen Hugo-Spiegel-Straße fort, wo bis 1938 Beerdigungen stattfanden. Zuletzt wurde der Friedhof 1974 und 1987 für die Beisetzung der jüdischen Warendorfer Ruth und Hugo Spiegel, die 1945 in ihre Heimatstadt zurückgekehrt waren, genutzt.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde der Friedhof stark verwüstet und einige Grabsteine zerstört. 1945 wurden die intakten Grabsteine wieder aufgestellt, aber nicht exakt an der Stelle des Grabes. Die Steine stehen im nördlichen Teil des Friedhofes, beerdigt worden ist jedoch ursprünglich auf dem gesamten Gelände.

Die Funktion des Neuen Jüdischen Friedhofes wurde durch die Errichtung eines Gedenksteines allerdings durchaus vom Baudenkmal zum Mahnmal oder auch zur Gedenkstätte erweitert (vgl.: Ester 2000, S. 662ff).