Auswertung

Alle Aussagen sind als Unterpunkte einzeln, tabellarisch und als Diagramm prozentual und absolut ausgewertet, einzusehen. Deshalb folgt an dieser Stelle eine Auswertung nach Themenblöcken und nicht nach einzelnen Aussagen.

Mit Aussagen 1 bis 4  sollte der Kenntnisstand der Befragten zu Denk- und Mahnmalen in und außerhalb von Warendorf abgefragt werden. Hier zeigten sich durchweg gute Kenntnisse mit korrekten Beispielen .

Den 27. Januar als Gedenktag zum Holocaust (Aussage 5) konnten allerdings nur 26 % korrekt zuordnen und von diesen 31 Personen benannten nur 7 tatsächlich die Befreiung von Auschwitz als korrekten Grund für die Wahl des Datums.

Nur 25 % der Befragten waren der Meinung, dass in Warendorf nicht genug für die Opfer des Holocaust getan wird (Aussage 8).

Zwar fanden 90 % es wichtig für die Zukunft, der Opfer zu gedenken (Aussage 9), zur Art des Gedenkens war die Meinung aber nicht so deutlich, dazu hatten sogar 44 % keine Meinung (Aussage 10).

Aussagen 11 bis 15 bezogen sich eher auf die politische Einstellung der Befragten. Für die Praxis der Erinnerungskultur bedeutsam ist, dass 73 % der Meinung sind, dass man keinen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen sollte (Aussage 11) und mehr als 97 % nehmen die Verantwortung gegenüber Flüchtlingen war (Aussage 12).

Allerdings sind 51 % der Meinung, dass Deutschland kulturell sein Gesicht nicht verlieren darf (Aussage 13). Schon diese Aussage war eine Aussage aus dem Parteiprogramm der AfD .

Aussagen 14 und 15 beschäftigten sich mit der Flüchtlingspolitik und der Einstellung zur Migration. 65 % sind der Meinung, dass der Zuzug nicht von der Qualifikation abhängig gemacht werden darf (Aussage 14) und 78 % wollen die Grenzen nicht schließen, um zu verhindern, dass Unqualifizierte sich hier niederlassen (Aussage 15).

Um zu überprüfen, ob die Befragten, die die Aussagen 14 und 15 bejaht haben, auch bei Aussage 11 und 12 entsprechen votierten, wurden diese Fragebögen einer näheren Betrachtung unterzogen. Hier war festzustellen, dass trotz der eher negativen Einstellung zur Zuwanderung, die Verantwortung gegenüber den Flüchtlingen doch gesehen wurde und auch nicht zwingend ein Schlussstrich unter unsere Vergangenheit gezogen werden sollte. Allerdings handelte es sich hier auch nur um 7 Personen, die beide Aussagen 14 und 15 bejaht hatten.