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„Rira,  rirarutsch, was einst wir hatten, ist jetzt futsch. Rira, rirarutsch, ist längst schon alles futsch. Die Freude aus, die Heimat weg, den letzten Koffer fährt, o Schreck. Rirarutsch, jetzt fort die Leichenkutsch.[1]

Was muss passieren das Kinder einen Reim wie diesen schreiben? Auch die Kinder wurden von dem Nationalsozialismus nicht verschont. Kindheit? Konzentrationslager, sogenannte Jugendschutzlager  und Ghettos waren für viele Kinder die letzte Station ihres kurzen Lebens.  Doch warum wurden die Kleinen verfolgt und interniert? Unter welchen Bedingungen lebten sie in den Konzentrationslagern, welche Stellung hatten sie in der Lagergemeinschaft, und was waren ihre Ängste und Hoffnungen? Das Unbegreifliche verstehen, war für die Kinder genauso unmöglich wie für die Erwachsenen.

Wir, dass sind Christina, Lea, Allyssa und Christin, möchten euch auf dieser Homepage an unsereren Recherchen teilhaben lassen.

Doch warum gerade dieses Thema?

Als wir im Januar 2011 zu der Denktag Preisverleihung eingeladen wurden, durften wir nicht nur unseren Preis empfangen, sondern bekamen die Möglichkeit mehr über das jüdische Berlin zu erfahren und durften die Austellung der „Mädchen von Zimmer 28“ miterleben. Die Ausstellung, die sich mit dem Leben der Mädchen im Ghetto Theresienstadt befasste, weckte unser besonderes Interesse und berührte uns sehr. Da unsere Kindheit noch nicht so lange zurückliegt, wurde uns wieder einmal mehr als bewusst, wie viel Glück wir doch in all den Jahren hatten. Doch wir wollten mehr über die Kleinen erfahren, über ihre Gefühle, Wünsche, den Alltag , über ihr Leben. Und das gab uns den Anstoß zu unserem nächsten Projekt, dieser Homepage.

Denkt@g 2012 here we go!

 



[1]  Kinder im KZ, Elefanten Press, Theresienstädter Kinderreim S.114