Besuch des Stammlagers Auschwitz

Der Besuch des Stammlagers Auschwitz

-7°C, Wind und Schnee überall wo man hinsieht. Wir betreten ein großes Gebäude in dem wir mit Sicherheitskontrollen empfangen und kurz darauf mit Kopfhörern für die Führung ausgestattet werden. Es fühlt sich wie ein ganz normaler Museumsrundgang an, bis wir zu einem Schild kommen. „Arbeit macht frei“.

Wir gehen durch das Tor mit der Aufschrift hindurch und stellen fest, dass wir wirklich angekommen sind. Die unzähligen Baracken, in denen hunderttausende von Gefangengen das Leid oder den Tod fanden. In unserer vierstündigen Führung wurde uns die Geschichte des Holocaust noch einmal deutlicher, als es Geschichtsbücher je könnten. Räume gefüllt voll von Haaren, von Brillen, von Prothesen, von Kleidung, von Schuhen und von Koffern. Flurwände vollkommen überdeckt von Bildern der Insassen, die ihre „Freiheit“ nur über den Schornstein der Krematorien gefunden haben.  Die Strafbaracke, die noch unberührt aus der Zeit des NS-Regimes erhalten wurde, führte uns noch einmal unmissverständlich die dort herrschende Unmenschlichkeit vor Augen. Länder verschiedener Nationen, die in Verbindung zum KZ stehen, stellten in den Baracken ihre eigenen Geschichten vor. Angefangen von Israel und dessen Zeitzeugen bis hin zu Russland und dessen Befreiungskämpfer.