Ankunft

Berlin. Wir sahen es schon aus der Ferne: das Brandenburger Tor. Mit der Durchfahrt endete unsere „Friedensfahrt“ offiziell. Jubel, Lachen, Fotos.

Dann mussten wir auch schon weiter: Zeitzeugengespräche, Mittag- und Abendessen, Stadtführungen. Auf den Spuren jüdischen Lebens in Berlin: Jüdische Synagoge, Hackesche Höfe, Anne-Frank-Haus, Holocaust-Mahnmal.

Jede Menge Aha-Momente. Etwa im Dokumentationszentrum des Holocaust-Mahnmals, wenn die in Auschwitz-Birkenau besuchten Orte als Foto nun Teil der Ausstellung waren. Oder bei der gemeinsamen Reflexion im Anne-Frank-Haus über Grenzen und Chancen einer angemessenen Erinnerung an die vielen Opfer des Nationalsozialismus. Denn wir fragten uns nicht nur am Holocaust-Mahnmal für die mehr als 6 Millionen ermordeten europäischen Juden: Welche Form der Erinnerung kann diesen zahlreichen Opfern überhaupt gerecht werden?