Rettete jüdischen Kindern das Leben: Martha Steuber

Eine bewegende Lebensgeschichte, die man wohl in keinem Geschichtsbuch findet, weil sie die einer stummen Heldin ist, ist jene der Martha Steuber, der zweiten Ehefrau von Otto Leven und damit Manfred Levens Stiefmutter: Mittels eines Reisepasses, in dem vermerkt war, dass sie zwei Kinder hatte, deren Daten nicht näher abgedruckt waren, schmuggelte sie unter Gefahr für ihr eigenes Leben zahlreiche jüdische Kinder von Deutschland nach Belgien und rettete ihnen so das Leben. Später kämpfte sie im belgischen Widerstand gegen das NS-Regime. Ein beeindruckender Einsatz, der es aus Sicht der Odenkirchener mehr als wert ist, erzählt zu werden. Und so beschlossen unsere Q2-Geschichts-Grundkurse, Entwürfe für eine Gedenktafel zu erstellen, die auch an die Stadt Mönchengladbach überreicht wurden und von denen eine Tafel später einmal vor ihrem letzten Wohnsitz einen Platz finden soll. Wir werden berichten, ob und wie dieses Projekt von der Stadt umgesetzt wird!

Martha Levens Grab auf dem jüdischen Friedhof in Odenkirchen

Auch die katholischen Religionskurse der Jahrgangsstufe 8 haben sich Gedanken zu Martha Steubers unermüdlichem und selbstlosem Einsatz gemacht. Unter dem Motto „Wir sind stolz auf Dich!“ haben die SchülerInnen eigene Nachrufe geschrieben, in denen sie Martha für ihr Engagement danken.