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DenkT@g 2016/2017

Fußballstar Gerald Asamoah: „offensiv reden und Zivilcourage zeigen“

Asamoah

Fußballer Gerald Asamoah Copyright FC Schalke 04/Karsten Rabas

Gerald Asamoah, Fußballer: „Leider gibt es in Deutschland auch heute noch Ausgrenzung und Intoleranz, sei es im Fußball, in der Schule oder im Alltag.
Viele wissen nicht, wie es ist, aufgrund seiner Hautfarbe oder Herkunft angepöbelt und nicht akzeptiert zu werden. Über Rassismus und Diskriminierung
sollte man offensiv reden und Zivilcourage zeigen. Es ist wichtig, dass sich junge Menschen mit diesen Themen beschäftigen, sich gegenseitig unterstützen
und für einander einsetzen. Der DenkT@g-Wettbewerb bietet hierzu eine tolle Möglichkeit!“

 

 

 

 

 

160128_Kogon_Kleine-Kraneburg_DenkTagOffizielle Eröffnung des DenkT@g-Wettbewerbs

Der Startschuss zum DenkT@g erfolgte während einer Veranstaltung mit dem Autoren Michael Kogon in der Berliner Akademie. Er las aus seinem Buch „Lieber Vati! Wie ist das Wetter bei dir?“ mit Erinnerungen an seinen Vater, Eugen Kogon, und Briefen, die die Familie während dessen siebenjähriger Gestapo- und KZ-Haft wechselten. Die sehr berührenden und aufwühlenden, teilweise aber auch skurrilen Episoden, die Michael Kogon aus seinen Erinnerungen an seinen Vater vorlas, brachten die Zuhörer an diesem Abend tatsächlich zum Nachdenken. Kogon berichtete über seine Schulzeit und das schwierige Familienleben nach der Inhaftierung seines Vaters durch die Gestapo. Zunächst hatte er als Kind nicht verstehen können, warum sein Vater verhaftet wurde. Er erklärt, warum er als Elfjähriger der Hitlerjugend beitrat: „In diesem Alter hatte ich noch kein politisches Bewusstsein. Mein Bruder und ich lebten damals in einem Benediktinerkloster, ein sehr eintöniges Leben. Die HJ bot uns eine Uniform, Kampfspiele in Ruinen, wir konnten Filme schauen und lernten boxen. Also alles, was Jungen damals toll fanden. Das brachte ich mit der Gefangenschaft meines Vaters nicht zusammen.“ Kogon betonte, das Leben in einer Dikatur mache die Menschen anormal, außer engsten Freunden und Familienmitgliedern könne man niemandem wirklich trauen. Außerdem sei die Grenze zwischen Tätern, Opfern und Mitläufern fließend gewesen. So erzählte Kogon, wie er im Herbst 1944 als sechzehnjähriger Flakhelfer alliierte Bomber vom Himmel über Wien holen sollte. Gleichzeitig war sein Vater, von der SS zum „Volljuden“ erklärt, im Konzentrationslager Buchenwald gefangen. Er habe also das Regime
verteidigen müssen, das seinen Vater unter menschenunwürdigen Bedingungen festhielt.

… zum Bericht auf der Internetseite der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Jugendwettbewerb gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ist der 27. Januar – der Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz – seit 1996 in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Ende 2005 hat die UN-Vollversammlung diesen Tag auch zum weltweiten Holocaust-Gedenktag bestimmt.

Mach mit beim Wettbewerb!

Die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. ruft euch auf, euch im bundesweiten Internetwettbewerb „DenkT@g“ 2016/2017 mit der Erinnerung an Shoa und NS-Diktatur, damit verbunden aber auch mit den sich ergebenden aktuellen Fragen von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus auseinanderzusetzen.

Der DenkT@g-Wettbewerb wird am 26. Januar 2016 vom Schirmherrn, dem Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert, in Berlin eröffnet.

Beschäftigt euch mit eurem Umfeld, eurer Region, eurer Stadt! Begebt euch auf Spurensuche! Kennt ihr Fälle der Verfolgung von Juden während der NS-Zeit? Erforscht Einzelschicksale, nutzt die Aussagen von Zeitzeugen und Dokumenten, dokumentiert aktuelle Erscheinungen und eure Haltungen oder Aktionen dazu!

Wie seht ihr die Entwicklung von Rechtsextremismus und was soll dagegen geschehen?
Beobachtet ihr Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in eurem Umfeld?
Macht dies zum Thema!

Stellt euch gegen Gewalt in Schule und Alltag!

KAS-Webelement_2016Eure Ideen und Kreativität sind gefragt! Gestaltet eine Internetseite zum Gedenken an die Opfer von NS-Diktatur und Holocaust, oder zu Erscheinungen von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in der Gegenwart! Macht einen Film, eine zeithistorische Recherche, oder dokumentiert eigene Projekte, Theaterstücke und Gedenkstättenbesuche – vieles ist vorstellbar, fast alles ist möglich!
Meldet euch an!
Wir bieten euch unter denktag.de ein modernes und flexibles Content Management System (cms) sowie eventuelle inhaltliche und technische Hilfestellung an.
Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2016.

Hier erfahrt ihr mehr über die Teilnahmebedingungen.

 

Folgende Preise warten auf die Gewinner:

1. Platz: 3000 Euro
2. Platz: 2000 Euro
3. Platz: 1000 Euro
4-6. Platz: Wertvolle Sachpreise