Denk mal – aber wo und wie?!

Erinnerungskultur – Das war unser Semesterthema im Geschichtsunterricht im Jahrgang 11 und hieraus entstand auch die Idee, an dem Wettbewerb „denktag 2014“ teilzunehmen. Wie gehen die Deutschen mit ihrer eigenen Geschichte um? Die Zeit des Nationalsozialismus hat die Identität der Deutschen entscheidend geprägt. Wir haben uns gefragt, wie sich die 12 Jahre der
nationalsozialistischen Herrschaft und insbesondere die Kriegsjahre 1939-1945 auf den Schulalltag am Josephinum ausgewirkt haben. Je länger der Krieg andauerte, desto mehr Lehrer und Schüler des Josephinums wurden als Soldaten und Flakhelfer eingezogen, 396 kamen an der Front ums Leben.

1962 wurde in dem ehemaligen Totenkeller der Schule, der während des Kriegs u.a. als Luftschutzkeller diente, zunächst nur provisorisch ein Denkmal für die gefallenen Josephiner im Ersten und Zweiten Weltkrieg errichtet. Bis heute befindet es sich dort unten und kaum ein Schüler weiß davon. Das wollen wir ändern!

Daher befasst sich diese Arbeit mit 4 Aspekten:

• die Recherche über die Einzelschicksale der gefallenen Josephiner und der jüdischen Schüler, über die bisher nur sehr wenig bekannt ist
• die Geschichte des Totenkellers als jetziger Ort des Denkmals
• die Frage, welches ein geeigneter Platz für das Denkmal sein könnte, da bisher nur wenige Menschen dieses Kunstwerk zu sehen bekommen und im Totenkeller kein angemessenes Gedenken möglich ist
• die Diskussion, wie und wann an diesem neuen Ort das Gedenken der Opfer der NS-Diktatur zukünftig gestaltet werden kann.

Am Ende unseres Projekts soll nicht nur ein schriftliches Ergebnis in Form dieser Website entstehen, auf der wir unsere Arbeit genauer vorstellen, sondern auch etwas Sicht- und Greifbares: Ein Denkmal, welches für alle Schüler und Lehrer zugänglich ist und ihnen somit das Gedenken ermöglicht.
„12 aus 1200“ – 12 Jahre NS-Zeit aus der 1200jährigen Geschichte des Josephinums. Es ist nicht an der Zeit, diese Jahre zu vergessen, sondern unsere Erinnerung daran zu verändern.

Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten!

Angelika Heimann, Theresa Venz, Maren Prey

Spontan entstandenes Selfie mit dem Denkmal im Moment der Entstehung der Projektidee im Totenkeller. Wir entschuldigen uns für die schwache Qualität.