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Die Sowjetische Fahne auf dem Reichstagsgebäude

Wir sowie unsere Altersgenossen kennen und wollen keinen Krieg. Wir sind glückliche Leute: wir kamen unter friedlichem Himmel zur Welt, haben nie das Gepolter der Granaten , das Pfeifen der Kugeln, das Geheul der Bomben gehört. Wir wissen nicht, was Kälte und Hunger bedeuten. Aber die Generation unserer Ur- sowie Großeltern wollten ebenfalls keinen Krieg. Sie kämpften gegen den Faschismus ohne daran zu denken, dass sie nie wieder die Sonne, das Gras, die Blätter und die Kinder sehen werden.  Wie viele Schmerzen , Trauer und Verlust brachte mit sich der Krieg. Und nur diejenigen, die überlebten, können verstehen, was für ein furchtbares Wort das ist. Sowjetische Soldaten nahmen Waffen, um sich, ihr Volk und die ganze Welt zu retten. Unser Volk geriet in unmenschliche Bedingungen, erlebte Leiden und Kummer. Der Krieg erwies sich als eine besondere Herausforderung für Menschen. Aber sie hielten aus und siegten.

Die Trauer des Krieges

Während des Großen Vaterländischen Krieges gingen mehr als 23 Millionen Menschen zugrunde. Dieser schreckliche Krieg fing 1941 an und dauerte ganze vier Jahre. Hitler zusammen mit seinen Truppen eroberte Frankreich, Polen, Italien, die Tschechoslowakei, Jugoslawien und griff ohne Kriegserklärung die Sowjetunion an.

Die Faschisten wollten die Welt regieren und die Mehrheit der Erdbevölkerung vernichten. Sie hielten sich für eine überlegende Rasse. Sie töteten Greisen, Kinder, Kranke und Behinderte. Sie bombten Städte und verbrannten Dörfer. Millionen von Menschen sperrten sie in die Konzentrationslager ein, wo die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen und Todesstrafe arbeiten sollten.

 

Die Taube des Friedens

Zu unserem großen Bedauern vergessen viele die Verbrechen der Faschisten. Einige versuchen sogar, das menschenfeindliche Regime zu rehabilitieren. In mehreren Ländern der Welt findet man immer wieder Keime der nationalsozialistischen Bewegungen, die auch seriöse Konflikte anstiften.

Aber wir wollen nicht, dass sich die grausamen Ereignisse der Vergangenheit wiederholen. Wir wollen nicht, dass unsere Verwandten sterben, dass Wälder brennen, dass in Flüssen Blut fließt. Wir wollen keine brennenden Häuser und keine weinenden Kinder sehen. Wir wollen Ruhe, Liebe, Glück, Freude und Frieden.

 

Unsere lieben Veteranen

Die Jahre fliegen und es gibt immer weniger Menschen, die durch den Krieg gingen. Das Gedächtnis der noch Lebenden ist eine Brücke zwischen Krieg und Frieden. Die Pflicht der Jugendlichen besteht darin, dieses Gedächtnis zu bewahren, ihre Erfahrung sowie die Verantwortung für die Existenz der Menschheit auf der Erde zu übernehmen. Wir werden uns immer an den Großen Sieg im Mai 1945 erinnern. Ein Erbe dieses Sieges zu sein ist eine Ehre für uns.

Die schrecklichen Ereignisse der vergangenen Jahre werden wir zuverlässig in unserem Gedächtnis bewahren, damit das nie wieder passiert. Wir müssen uns daran erinnern, dass der Krieg uns lehrte, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern sich um andere zu kümmern; nicht untätig zu bleiben und auf Hilfe und Unterstützung zu warten, sondern anderen beizustehen.

Jedes Jahr nach der Minute der Stille beim Tag des Sieges treten uns Tränen in die Augen, die Tränen des Glückes und des Stolzes. Wenn nicht unsere mutigen Verteidiger, wäre dieser Tag nicht so freudig und wir würden wahrscheinlich überhaupt nicht einmal das Licht der Welt erblicken.

Warum müssen wir uns an den Krieg erinnern?

Die Gedächtniskerze

Damit unsere Seelen nicht kalt werden und damit die Menschen friedlich auf dem Planeten leben. Möge diese Erinnerung die Liebe und den Glauben verstärken und uns dazu beibringen, die Erde zu hüten und zu verteidigen. Diese Erinnerung ist unser Stolz, unsere Stärke. Sie hilft uns das Böse zu hassen. Damit die Zukunft friedlich wäre, müssen wir mit der Vergangenheit vertraut sein.

Aber wir müssen  uns nicht nur an die Gräueltaten des Krieges erinnern. Es ist ganz wichtig, seine Helden zu ehren: alle jene Menschen, die dazu beitrugen, dass der Sieg über Faschismus möglich wurde. Damit beschäftigen wir uns nämlich in der Projektarbeit. Wir erzählen über die Gräuel, die die nationalsozialistische Besetzung unserer Heimatstadt mit sich brachte. Immerhin gab es viele Einheimische, die entweder in der Stadt, oder auf der Front, oder sogar in Konzentrationslagern dem Regime Widerstand leisteten. Dadurch ist auch der Name des Projektes bedingt. Jeder, sogar kleiner Sieg über den höllischen Regime war wirklich wie eine Flucht. Der Abschnitt „Die tragischsten Seiten der Geschichte“ erzählt im übertragenen Sinne über eine Flucht, während der Teil über den sowjetischen Flieger Dewjatajew, der mit einem Flugzeug aus dem geheimen KZ Karlshagen fliehen konnte, mit dem direkten Sinn dieses Wortes verbunden ist.

Und selbstverständlich muss man sich immer wieder an die Vergangenheit erinnern. Deswegen folgen wir der Parole „Niemand ist vergessen, nichts ist vergessen“ in unserer Arbeit.

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