Motivation

Die Teilnahme an diesem Projekt bietet die Möglichkeit, sich mit dem Themenkomplex Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus auf eine kreative Art und Weise zu beschäftigen und diese Ergebnisse dann in Form einer Website übersichtlich und für andere nutzbar darzustellen.

Mein persönlicher Beweggrund, mich hierin zu engagieren, liegt in meinen Interessen begründet: Als Münchner Studierender mit einer Passion für Geschichte und insbesondere der Entwicklungen im frühen 20.Jahrhundert wollte ich mehr über die Hintergründe meiner Stadt erfahren. Im Alltag wird man kaum mit ihrer düsteren Vergangenheit konfrontiert. Viele wollen auch einen Schlussstrich ziehen, nach mehreren Generationen fühlt man auch keine Verantwortung mehr für die damaligen Geschehnisse. Doch das ist meinem Verständnis nach auch nicht das Ziel der Erinnerungskultur. Vielmehr sollen dadurch Lehren aus der Vergangenheit für die jeweilige Generation gezogen  und diese auf die aktuellen Problematiken angewandt werden: Es heißt nicht umsonst, Geschichte wiederholt sich. Denn auch heutzutage sieht man die Entwicklungen weltweit, wo in demokratischen Staaten populistische Entscheidungen und Entscheidungsträger gewählt werden, die die Werte der jeweiligen Verfassung nicht vertreten. National betrachtet gab und gibt es immer wieder extreme Parteien und Gruppierungen, die die demokratische Grundordnung nicht akzeptier(t)en. Diese stellen jedoch eine Gefahr für den Rechtsstaat dar. Aus diesem Grund der Wahrung der gemeinsamen Werte, verbunden mit der historischen Einordnung der Ereignisse, ist es Ziel dieses Projektes einen kleinen Teil der dunklen Geschichte hervorzuholen und aufzubereiten. Denn der erste Schritt, um aus der Vergangenheit zu lernen, besteht darin zu wissen, was damals passiert ist. Erst nachdem dieses Wissen erlangt wurde, kann man die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um sie auf aktuelle Situationen anzuwenden und sich mit anderen Menschen auszutauschen.

Da dies ein umfangreiches Unterfangen darstellt und aus persönlichem Interesse, fokussiert sich dieses Projekt mit der Aufarbeitung des NS-Aufstiegs in München, einer Stadt, die gemäß ihren Kritikern zu wenig in der Vergangenheit unternommen hat, um eine würdige Erinnerungskultur einzurichten.

Demzufolge gestaltet sich der Aufbau dieser Seite wie folgt:

  1. Die unvollständigen, wesentlichen, geschichtlichen Ereignisse sollen in Form von kurzen und lebendigen Abschnitten wiedergegeben werden.
  2. Für ein besseres Vorstellungsvermögen sollen wichtige Geschehnisse räumlich eingeordnet werden. Dadurch soll dem Leser näher gebracht werden, welche Rolle München nach dem 1. WK einnahm.
  3. Für die Umformung eines Staates im Sinne einer Ideologie benötigt man langfristig die Unterstützung der akademischen Elite. Daher wird auch die Rolle der Universitäten beleuchtet.
  4. Mit all dem Wissen über die Vergangenheit kommt zwangsläufig die Frage auf, wie die Stadt München heutzutage mit diesem Thema umgeht. Hierzu wird ein kleiner Überblick über die lokale Erinnerungskultur und die kulturellen Veranstaltungen zu diesem Gebiet gegeben.
  5. Für Interessierte werden sämtliche im Verlauf der Recherchen für nützlich befundene Quellen aufgelistet.