Einführung in das Thema Erinnerungskultur

Erinnerungskultur – was ist das?

Woran wir uns erinnern ist uns wichtig, egal, ob es sich um persönliche Erinnerungen oder Gelerntes handelt.

Noch wichtiger ist allerdings, wie wir mit diesen Erinnerungen und deren Folgewirkung umgehen. Ob wir stolz auf sie sind, uns von ihnen distanzieren wollen und  in der Lage sind, sie zu verarbeiten, macht uns zu den Menschen, die wir sind.

Deshalb haben Erinnerungen in Form von Bräuchen und Traditionen auch kulturell einen sehr hohen Stellenwert und prägen, wenn sie gelebt werden, die Menschen eines Kulturkreises.

Wie ein Staat mit seiner Geschichte in Form von Erinnerung umgeht, prägt das Selbstverständnis des Staates und seine Kultur.

Die deutsche Geschichte, und hier im besonderen der Zweite Weltkrieg, prägt unsere Demokratie und deren Werte.

Aus den Erfahrungen des Nationalsozialismus und dem Krieg heraus resultiert Artikel 1 Absatz 1 unseres Grundgesetzes:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen, ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Und das ist das wichtigste Ergebnis unserer Erinnerung und Grundpfeiler unserer Kultur.

Wie Erinnerung entsteht und beeinflusst wird, wie sie sich zu einem Teil unserer Kultur entwickelt und welchen Einflüssen sie unterliegt, wird in den Unterpunkten dargelegt.