Rundgang zum Gedenken an die Reichspogromnacht

Jedes Jahr  versammeln sich zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 am 9. November deutschlandweit viele Menschen.

Auch in Rhauderfehn nahmen im Jahr 2017 besonders viele Menschen an dem Rundgang teil, um auf den Spuren der ehemaligen jüdischen Familien Rhauderfehns an deren unfassbares Schicksal zu erinnern.

In diesem Jahr war unser Geschichtskurs ge419 in besonderer Weise beteiligt: Wir trugen an den Stolpersteinen, die vor den früheren Wohnstätten der Familien Cohen, Gumpertz und Weinberg verlegt worden sind, Einzelheiten aus deren Leben vor und konnten so  ein ZEICHEN SETZEN.

Von unserer Schule aus liefen  wir, unsere Kursleiterin Frau Chudzinski-Schubert und die Schulleiterin Frau Janssen  gemeinsam zum ersten Stolperstein der Familie Cohen. Dort trafen wir uns mit weiteren Interessierten und gedachten der Opfer.

Gedacht wurde  Klara (*30.12.1880)  und Moses (*8.11.1875) Cohen und ihrer Kinder Bianka (*6.11.1906) und Walter Nochum (*13.9.1910).

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Anschließend gingen wir gemeinsam zu den Stolpersteinen der Familie Gumpertz. Zu dieser Familie gehörten Adele (*21.02.1897) und Hermann (*13.04.1892) mit ihren Töchtern Beate (*28.07.1925) und Helene (*01.10.1920).

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Die letzte Station war vor dem Haus der Familie Weinberg. Dort sind die Stolpersteine von den Familienmitgliedern Alfred (*18.Juli.1889) und Flora (* 6.September 1878) mit den Kindern Albrecht (*07.03.1925), Friedel (*14.11.1923) und Diedrich (* 23.08.1922) Weinberg verlegt.

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An den Stolpersteinen wurden Rosen niedergelegt.

Stolpersteine2Weinberg

Die Religionslehrerin Frau Jochim trug hier ein jüdisches Lied vor. In den vergangenen Jahren hatte das vom letzten überlebenden Rhauderfehner Juden Albrecht Weinberg vorgetragene Kaddisch-Gebet den Abschluss der würdigen Gedenkveranstaltung gebildet; doch in diesem Jahr konnte der 92-Jährige leider aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

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Im Anschluss des Rundganges wurden alle Anwesenden zu Kaffee und Tee in unsere Schule, das Gymnasium Rhauderfehn, eingeladen.  Dabei konnten wir Schüler uns mit den Interessierten über das Schicksal der Familien und das Gedenken dieser intensiv austauschen. Auch der Bürgermeister Rhauderfehns, Herr Müller,  war anwesend.

Kaffeetafel Prominenz

Die Besucher erhielten außerdem die Gelegenheit, die ständige Ausstellung zu Ehren Herrn Weinbergs im „Raum der Stille“ des Gymnasiums  zu besuchen. Hier standen wir  für weitere Informationen bereit.

AussstellungAusstellung KRO